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Unterhaltsvorschuss |
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Unterhaltsvorschuss
Seit dem 1. Januar 1980 gilt das Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) in den alten Bundesländern und seit dem 01.01.1992 auch in den neuen Bundesländern und Ost-Berlin.
Unterhaltsvorschussleistungen sind eine Hilfe für Alleinerziehende, wenn sie vom anderen unterhaltspflichtigem Elternteil keinen oder nicht ausreichenden Unterhalt für ihr Kind bekommen.
Wer hat Anspruch auf Unterhaltsleistungen nach dem UVG?
Ein Kind – gleich welcher Staatsangehörigkeit – hat Anspruch auf die Unterhaltsleistung, wenn es das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und im Bundesgebiet bei einem seiner Elternteile in ständiger häuslicher Gemeinschaft lebt, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder von seinem Ehegatten dauernd getrennt lebt, oder dessen Ehegatte für voraussichtlich wenigstens 6 Monate in einer Anstalt untergebracht ist und nicht oder nur teilweise oder nicht regelmäßig Unterhalt in Höhe von mindestens der unten genannten Leistungsbeträge von dem anderen Elternteil, oder wenn dieser oder ein Stiefelternteil gestorben ist, Waisenbezüge erhält, eine gültige Aufenthaltserlaubnis bzw. Aufenthaltsberechtigung besitzt. Wie hoch ist die Unterhaltsleistung nach dem UVG?
Die Unterhaltsleistung basiert auf dem in § 1612 a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geregelten Mindestunterhalt. Hiervon wird das für ein erstes Kind zu zahlende Kindergeld abgezogen, wenn der allein stehende Elternteil Anspruch auf das volle Kindergeld hat.
In Niedersachsen ergeben sich hieraus derzeit die folgenden Leistungsbeträge:
| Kinder bis zu 6 Jahren: |
133,00 € |
| Kinder von 6 Jahren bis unter 12 Jahren: |
180,00 € |
Erhält das Kind (regelmäßig) Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils oder nach dessen Tod oder nach dem Tod eines Stiefelternteils Waisenbezüge, so werden diese von dem Betrag der o. g. Leistung nach dem UVG abgezogen. Das gleiche gilt für sonstige Leistungen des anderen Elternteils, wenn sie als aktuelle Unterhaltszahlungen an das Kind zu werten sind; dies sind z. B. Kindergarten-, Kindertagesstättenbeiträge, Gebühren für Musikunterricht.
Nicht abgezogen werden sonstiges Einkommen des Kindes und das Einkommen des Elternteils, bei dem das Kind lebt. Was muss man tun, um die Unterhaltsleistung zu bekommen?
Der alleinerziehende Elternteil oder der gesetzliche Vertreter des Kindes muss bei dem zuständigen Jugendamt einen schriftlichen Antrag stellen. Das Jugendamt ist auf Wunsch beim Ausfüllen des Antrages behilflich. Das Antragsformular erhalten Sie beim Jugendamt des Landkreises Wesermarsch, bei der Stadt- und Gemeindeverwaltung oder nachfolgend zum Download.
Erforderliche Unterlagen:
Antrag [Download PDF-Datei]
Merkblatt zum Unterhaltsvorschussgesetz [Download PDF-Datei]
Ergänzende Angaben zum Antrag [Download PDF-Datei]
Geburtsurkunde des Kindes / der Kinder
aktuelle Haushaltsbescheinigung
Kopie vom Personalausweis des antragstellenden Elternteils
Aufenthaltserlaubnis/-berechtigung
Unterhaltstitel, soweit vorhanden
Vereinbarung über den zu zahlenden Kindesunterhalt
Nachweise, inwieweit Sie sich bisher um Unterhaltszahlungen bemüht haben (z. B. eigene Schreiben oder Schreiben vom Anwalt o. ä.)
Nachweis über Halbwaisenrente
Wenn das Kind Leistungen nach dem UVG erhält, gehen in Höhe dieser Leistungen die entsprechenden Unterhaltsansprüche des Kindes gegen den anderen Elternteil und die Ansprüche auf entsprechende Waisenbezüge auf das Land über.
Weitere Informationen
Zum Unterhaltsvorschuss gibt es eine Broschüre des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit weitergehenden Informationen und dem Gesetzestext, die hier heruntergeladen oder kostenlos angefordert werden kann beim: Publikationsversand der Bundesregierung, Postfach 48 10 09, 18132 Rostock, Telefon: 01888/80 80 800, E-Mail: publikationen@bundesregierung.de.
Ansprechpartner/innen:
Buchstabe A - Kn: Frau Schäfe Zimmer 118, Durchwahl -276 E-Mail: kerstin.schaefe@lkbra.de
Buchstabe Ko - S / Sch / Str: Frau Röben Zimmer 117, Durchwahl -424 E-Mail: angelika.roeben@lkbra.de
Buchstabe Stu - Z: Herr Meier Zimmer 102, Durchwahl -261 E-Mail: joerg.meier@lkbra.de
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