Baden in öffentlichen Badegewässern

Multiresistente Keime sind ein zunehmendes Problem in Deutschland. Damit wachsen zugleich die Ängste in der Bevölkerung, sich mit diesen Keimen zu infizieren.

Beim Gesundheitsamt des Landkreises Wesermarsch gehen seit einigen Tagen vermehrt Anfragen zum Baden in öffentlichen Gewässern, insbesondere der Weser ein. Besteht für Mensch und Tier die Gefahr, sich dabei mit multiresistenten Keimen zu infizieren?

Volker Blohm, Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Wesermarsch: „Es besteht keinesfalls die Gefahr einer Gesundheitsgefährdung durch das Baden in EU-Badegewässern – zumindest nicht für die Wesermarsch. Unsere Badegewässer sind nicht belastet.“ Blohm beruft sich dabei auf umfassende Untersuchungen des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA). Dieses hatte im Frühjahr dieses Jahres die Ergebnisse eines „orientierenden Messprogramms zum Vorkommen von antibiotikaresistenten Bakterien in Badegewässern“ vorgestellt. Das Ergebnis für Niedersachsen: In keiner Probe wurden laut NLGA klinisch relevante antibiotikaresistente Bakterien nachgewiesen. „Alle überwachten Badegewässer werden bereits auf bakteriellen Eintrag regelmäßig untersucht und entsprechend eingestuft“, so Dr. Matthias Pulz, Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes.

An dem Pilotprojekt des NLGA hatte sich auch das Gesundheitsamt des Landkreises Wesermarch aktiv eingebracht. „Die Ergebnisse geben derzeit keinen Anlass für die Etablierung eines verpflichtenden Monitorings von antibiotikaresistenten Bakterien in allen überwachten Badegewässern“, führt Dr. Roland Suchenwirth, Umweltmediziner am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt, weiter aus. Suchenwirth: „Mit der EU-Badegewässerrichtlinie gibt es bereits eine sehr weitreichende Überwachung auf bakteriellen Eintrag zum Schutz der Badenden, die auch ermöglicht, das Vorkommen von antibiotikaresistenten Keimen einzuschätzen.“

In der Badesaison von Mai bis September beprobt das Gesundheitsamt 14-tägig die EU-Badegewässer innerhalb der Wesermarsch. Zu den EU-Badegewässern zählen alle Badeflächen – Strände ebenso wie Seen – von Butjadingen bis Lemwerder, an denen viele Menschen regelmäßig baden gehen. Amtsleiter Volker Blohm erklärt abschließend: „ Sollten im Rahmen der EU-Badegewässer-Überwachung Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden, spricht das Gesundheitsamt die Empfehlung aus, in diesen Gewässern nicht zu baden bis hin zu einem Badeverbot. Entsprechende Hinweisschilder werden dann unverzüglich aufgestellt .“

 

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