Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ wird erstmals 2019 vor allen Rathäusern gehisst

Erstmals werden in der Wesermarsch am 25. November 2019 vor allen neun Rathäusern und vor dem Kreishaus Fahnen mit dem Motto: „Frei leben – ohne Gewalt“ gehisst.


Mit der gemeinsamen Aktion zeigen alle Kommunalverwaltungen des Kreises am bundesweiten Aktionstages im wahrsten Sinn des Wortes Flagge und setzen ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Der Gedenktag wird über Ländergrenzen hinweg, weltweit mit vielen Veranstaltungen begangen. Damit soll ein Beitrag zur Ächtung von Gewalt sowie eine Sensibilisierung und Information der Öffentlichkeit erreicht werden. Gewalt gegen Frauen wird zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit und im Internet ausgeübt. Fakt ist, jeden Tag kommt es weltweit zu Gewalttaten gegen Frauen.

  • Durchschnittlich 137 Frauen werden weltweit pro Tag von ihrem Partner oder einem andren Mitglied der Familie getötet
    (Spiegel online, 08.07.2019, Bericht des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung zu familiärer Gewalt).

  • In Deutschland wird alle 2 ½ Tage eine Frau von ihrem Partner um das Leben gebracht (Terres des Femmes).

  • Die Dimension häuslicher Gewalt verdeutlicht folgender Vergleich für das Land Niedersachsen: Die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt (2018: 19.479) ist wesentlich höher als die Anzahl der registrierten Wohnungseinbrüche (2018: 11.202).

Die Beratungs- und Interventionsstelle LaWeGa (die Abkürzung steht für Landkreis Wesermarsch gegen Gewalt an Frauen) berät und unterstützt Opfer von häuslicher Gewalt, die in der Wesermarsch längst keine Randgruppe darstellen. Etwa 270 Fälle werden durchschnittlich jedes Jahr betreut. In diesem Jahr ist aktuell bald die 300er-Marke erreicht. Überwiegend zählen Frauen zu den Betroffen (ca. 95 %). Auch für von häuslicher Gewalt betroffene Männer gibt es Unterstützung.

Sitz der Beratungsstelle LaWeGa ist das Kreishaus.
Unter 04401/927436 oder -366 sind die Beraterinnen zu erreichen.
Die Beratung ist kostenlos und vertraulich.

 

Zum Hintergrund:


Fahnenaktion in der Wesermarsch - eine Initiative der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten

Seit 2007 wird am 25. November, dem internationalen Gedenk- und Aktionstag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“, vor dem Kreishaus in Brake die Fahne aufgezogen. Seit 2018 ist der
Aktionstag in den Beflaggungsplan des Landkreises aufgenommen. Auch einige Städte und Gemeinden haben in den vergangenen Jahren durch die Beteiligung an der bundesweiten Fahnenaktion ihren klaren Standpunkt gegen Gewalt gezeigt.

Im Jahr 2019 schließen sich auch alle übrigen Gemeinden - Berne, Lemwerder Ovelgönne - der Aktion an.


Zur Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten

Alle kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Städte und Gemeinden begrüßen und unterstützen die bundesweite Fahnenaktion. Sie gehören der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten an.

Dazu zählen folgende Mitglieder:

Stadt Brake:                     Karin Büttner
Stadt Elsfleth:                   Waltraud Ralle-Klein
Stadt Nordenham:             Karin Windheim-Czichon
Gemeinde Berne:              Malin Gebken
Gemeinde Butjadingen:     Karin Herrmann
Gemeinde Jade:               Sanja Blanke
Gemeinde Lemwerder:      Wenke Nymark von Lübken
Gemeinde Ovelgönne:       Ulrike Mayer
Gemeinde Stadland:         Ilona Fritz
Landkreis Wesermarsch:  Ulla Bernhold

Bereits seit der Bestellung der ersten gemeindlichen Gleichstellungsbeauftragten im Jahr 1993 gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Gleichstellungsbeauftragten, hier begonnen
durch die Landkreisgleichstellungsbeauftragte Ulla Bernhold und Karin Windheim-Czichon als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordenham. Aus dem einstmals kleinen Kooperationskreis hat sich bis heute eine zehnköpfige Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten entwickelt.


Beratungs- und Interventionsstelle LaWeGa

Die Beratungsstelle LaWeGa ist die regionale Anlaufstelle für Betroffene von häuslicher Gewalt. Sie besteht seit dem Jahr 2003 in Trägerschaft des Landkreises Wesermarsch.
Jährlich werden ca. 270 Fälle durch die Mitarbeiterinnen von LaWeGa betreut. Ein Teil dieser Fälle wird durch Polizeiprotokolle übermittelt. Nach einem Polizeieinsatz bei häuslicher Gewalt
nehmen die Beraterinnen von LaWeGa kurzfristig Kontakt zu den Betroffenen auf. 

Die übrigen sind Betroffene, die von sich aus Beratungsbedarf anmelden, da entweder sie selbst oder Bezugspersonen häusliche Gewalt erfahren haben oder hiervon bedroht sind. Unterstützung durch Gespräche und Informationen zum Gewaltschutzgesetz geben die Fachberaterinnen Jana Schröder und Nele Westerholt. LaWeGa ist mit dem bundesweiten Hilfetelefon vernetzt, das rund um die Uhr telefonische Hilfe für Opfer von Gewalt anbietet.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen die Gleichstellungsbeauftragte Ulla Bernhold gerne zur Verfügung:

Telefon: 04401 927 288,
E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@lkbra.de.

 


 

LK Wesermarsch - K.Kleemann

Landkreis Wesermarsch
Poggenburger Straße 15
26919 Brake

Telefon:  04401 927-0
Telefax:  04401 3471
E-Mail:
landkreis-wesermarsch@lkbra.de

Allgemeine Öffnungszeiten:
Mo. - Fr.    08:30 - 12:00 Uhr
Mo. - Do.  14:00 - 15:30 Uhr
und nach Vereinbarung



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 Hilfsangebote
 bei häuslicher Gewalt

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