Hilfsmaßnahmen des Landkreises zur Deckung der Notbedarfe

Landkreis zieht positive Zwischenbilanz. 

Es gibt gute Nachrichten: Seit dem 22. April wurden im Landkreis Wesermarsch keine labordiagnostisch bestätigten Corona-Infektionen mehr registriert. Das bedeutet, dass auch die ehemals gemeldeten infizierten Personen wieder genesen sind. Auch die Oster- und Maifeiertage haben keine Zunahme an Neuinfektionen bewirkt. Ähnlich sieht es in benachbarten Landkreisen und kreisfreien Städten aus.

Die deutliche Entspannung der Lage ist zum einen der Verdienst der Einschränkungs- und Schutzmaßnahmen vonseiten der Landesregierung und der Behörden. Hierzu gehören u.a. die vom Landkreis in Abstimmung mit den Gemeinden über Ostern verfügten Betretungsverbote in touristischen Bereichen an Nordsee und Weser. „Vor allem aber ist die ruhige Lage in der Wesermarsch dem verantwortungsvollen Verhalten der Bürger und Bürgerinnen zu verdanken“, freut sich Landrat Thomas Brückmann. Dennoch sieht er die Pandemie mit ihren Gefahren noch lange nicht überwunden und mahnt: „Die nunmehr beabsichtigten weiteren Lockerungen in Niedersachsen sind gut und wichtig für die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben, in dem Moment, in dem wir die gebotene Vorsicht jedoch vernachlässigen, laufen wir Gefahr, dass die Infektionszahlen wieder steigen und erneute Beschränkungen notwendig werden könnten, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern.“

Trotz der aktuell entspannten Situation in der Wesermarsch tagt der sogenannte Stab SAE – Stab. Außergewöhnliche Ereignisse – weiterhin dreimal in der Woche. Dieses ist erforderlich, um die Lage auch in Anbetracht der sich mehrfach geänderten Vorgaben der Landesverordnungen immer wieder neu zu bewerten und umgehend auf eine wesentliche Änderung der Lage mit angepassten Maßnahmen reagieren zu können.

Hierbei spielen die schon eingeführten und für die nahe Zukunft angedachten weiteren Lockerungen im Bereich des Einzelhandels, der Schul- und Kindergartennutzung und auch der Versammlungen eine wesentliche Rolle. „Hier wird man sehr genau beobachten müssen, ob und wie lange die Lage stabil bleibt oder ob es vielleicht doch noch zu der befürchteten Welle an Infizierten kommt,“ so der Landrat.

Die Hilfsmaßnahmen des Landkreises, die schwerpunktmäßig die Errichtung eines Hilfskrankenhauses und die Verteilung von Schutzausrüstungen zum Inhalt hatten, wurden bisher erfolgreich durchgeführt. So steht mittlerweile das ehemaligen Schulgebäude am St. Bernhard-Hospital Brake als Hilfskrankenhaus mit einer Bettenkapazität von rund 50 Betten für eine kurzfristige Belegung bereit. Auch konnten durch insgesamt vier Amtshilfeersuche beim Land, freiwillige Sachspenden und Zukäufe auf dem freien Markt die Notbedarfe an Schutzausrüstungen gedeckt werden. Insgesamt wurden rd. 33.000 Schutzmasken, 500 Schutzbrillen, 2.600 Schuhüberzieher, 55.000 Einmalhandschuhe, 700 Liter Handdesinfektions- und 500 Liter Flächendesinfektionsmittel an medizinische und pflegerische Einrichtungen verteilt. Die Einrichtungen hatten die Bedarfe beim Landkreis angemeldet und dieser hatte sie kurzfristig zur Verfügung stellen können. Mittlerweile ist es auch gelungen, dass System logistisch soweit zu verfeinern, dass die Abläufe eingespielt und der Ansatz, schnell und unkompliziert helfen zu können, umgesetzt werden kann. Die Auslieferung des Materials erfolgt je nach Dringlichkeit, da weiterhin nicht alle Materialien nach den Bestellungen verfügbar sind. „Engpässe gab es lange Zeit bei der Beschaffung von Schutzkitteln und Overals,“ berichtet der Leiter des Krisenstabs, Matthias Wenholt. berichtet der Leiter des Krisenstabs, Matthias Wenholt. „Dennoch haben wir es geschafft, 1.300 Schutzanzüge und 250 Schutzkittel herausgeben zu können. Erst mit dem vierten Amtshilfeersuchen, das erst vor Kurzem vom Landkreis gestellt wurde, erhielten wir erstmalig eine entsprechende Charge vom Land.“ Auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden konnten jüngst erneut mit Schutzmaterial beliefert werden; so wurden auf deren jeweilige Anforderung kurzfristig insgesamt über 10.000 Mund-Nase-Schutzmasken für die örtlichen Feuerwehren geliefert. Somit können die aktiven Feuerwehrmitglieder auch bei Einsätzen oder Übungen, in Situationen, in denen kein ausreichender Abstand möglich ist, wie etwa bei der Anfahrt im Feuerwehrfahrzeug, den notwendigen Schutz aufrechterhalten.

Besondere Anerkennung gebührt den Personen, die sich als freiwillige Helfer gemeldet haben und Ihre Bereitschaft auch weiterhin aufrechterhalten. „Entscheidend ist, dass wir für den Notfall ausreichende materielle und personelle Kapazitäten zur Versorgung in den betroffenen Einrichtungen vorhalten können. Hier vor der Lage zu bleiben, sehe ich als eine wesentliche Aufgabe des Stabes“ so Landrat Thomas Brückmann.

 

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