Senioren- und Pflegestützpunkt übernimmt wichtige Funktionen

Ehrenamtliches Engagement zum Nutzen der älteren Generation 

Der Pflegestützpunkt: Von den Anfängen bis heute
Im Frühjahr 2013 haben der Landkreis Wesermarsch und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen eine damals neue Beratungsstelle für die älteren und/oder hilfsbedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren Angehörige geschaffen: den Pflegestützpunkt Niedersachsen im Landkreis Wesermarsch.

Dieses Beratungs- und Betreuungsangebot erfreut sich seither einer stetig steigenden Popularität. Zwei Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Anliegen der Bevölkerung für das Themengebiet Pflege: Ilse Lochau und Gudrun Hobbie. Der Landkreis hat seinerzeit mit der Schaffung dieses Angebots auf den gestiegenen Bedarf innerhalb der Bevölkerung an neutraler, unabhängiger, individueller und kostenfreier Information – insbesondere in den Bereichen Alter, Pflege, Wohnen und Demenz – reagiert. „Denn wer kennt sich als Laie schon aus im Dschungel der ihm zustehenden Leistungen mit den verschiedenen Möglichkeiten, seinen Alltag im Alter und/oder bei Pflegebedürftigkeit dem Hilfsbedarf entsprechend zu gestalten?“, wissen die Pflegeberaterinnen Ilse Lochau und Gudrun Hobbie um den begründeten Informationsbedarf der Bürgerinnen und Bürger.

Seniorenservicebüro und Pflegestützpunkt fusionieren 2014 zum Senioren- und Pflegestützpunkt

Im Jahr 2014 fand eine Zusammenlegung des Seniorenservicebüros sowie des Pflegestützpunktes statt. Seither heißt die Beratungsstelle des Landkreises Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen im Landkreis Wesermarsch (SPN). Personell wird der Bereich „Pflege“ von Ilse Lochau und Gudrun Hobbie bearbeitet und der Bereich „Senioren“ von Susanne Meyer-Klein.


Unabhängige Beratungsstelle heutzutage unerlässlich

Die Notwendigkeit einer unabhängigen Beratungsstelle, wie sie der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen im Landkreis Wesermarsch (SPN) darstellt, lässt sich anhand der Fallzahlen ableiten. Diese stiegen kontinuierlich an. Von 450 Beratungen im Jahr 2013 bis auf inzwischen rund 1.500 Beratungen jährlich. Die Zahlen belegen, dass der Bedarf an Beratung in hohem Maße vorhanden und zugleich gewachsen ist, auch bedingt durch die Änderungen des Pflegestärkungsgesetzes in den vergangenen Jahren. Kurze Anfragen hierzu werden ebenso beantwortet wie auch eine umfassende Begleitung geleistet wird. Diese kann beginnen mit einem ersten Informationsgespräch, dem anschließenden Antrag auf Pflegeleistungen, der Begleitung des Besuches des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) sowie der Organisation der eventuell sich daraus ergebenen Maßnahmen. Zu diesem Zweck verfügt der Senioren- und Pflegestützpunkt über eine Angebotslandkarte, in der alle Angebote die mit Alter, Pflege und Alltagsgestaltung im Landkreis Wesermarsch einhergehen, aufgeführt sind. Dazu gehören beispielsweise Pflegedienste, Tagesstätten, Pflegeheime, Angebote von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten sowie Leistungen der Wohlfahrtsverbände und vieles mehr.


HilDe („Hilfe bei Demenz“)

Besonders eine Erkrankung wie Demenz stellt Betroffene und Familien vor große Herausforderungen. Der geliebte Mensch verändert sich. Und egal, ob es sich beim Betroffenen um den Vater, die Mutter oder den Lebenspartner handelt, es stellt sich für alle Angehörigen die schwierige Thematik, wie mit den Veränderungen umzugehen ist. Die zentrale Frage lautet: „Wie kann ich das Beste für den Erkrankten leisten und gleichzeitig auch gut für mich selbst sorgen?“ Auch hier wird der Senioren- und Pflegestützpunkt begleitend und unterstützend tätig. Zu diesem Bereich zählt das vom Seniorenstützpunkt organisierte Angebot HilDe. „HilDe“ steht für „Hilfe bei Demenz“ und ist ein Treffen für pflegende Angehörige von demenziell erkrankten Menschen. Susanne Meyer-Klein setzte vor der Corona-Krise regelmäßige Informations- und Austauschtreffen in Nordenham (2 x pro Monat; jeweils am ersten und dritten Donnerstag bei den Johannitern an der Viktoriastraße 28 von 9.30 bis 11.30 Uhr) und Lemwerder (1 x pro Monat; jeden zweiten Mittwoch im Gemeindehaus an der Schulstraße 5 von 9 bis 10.30 Uhr) um. Nachdem die Treffen in den vergangenen Monaten Corona bedingt ausgesetzt waren, starten die regelmäßigen Termine nun wieder. Nähere Informationen hierzu erteilt Susanne Meyer-Klein, deren Ziel es ist – bei entsprechendem Interesse und Bedarf – ortsnahe Angebote sowohl für die nördliche und südliche als auch für die mittlere Wesermarsch vorzuhalten. So ist gegenwärtig eine derartige Gesprächsrunde für die Gemeinde Ovelgönne in Vorbereitung.


Mobilitätstraining für Senioren und ehrenamtliche Wohnberater

Susanne Meyer-Klein organisiert außerdem in der gesamten Wesermarsch – gemeinsam mit dem VBN – ein Mobilitätstraining für Senioren für die Bus- und Bahnfahrt. Dabei wird das Ein- und Aussteigen mit Rollator oder Rollstuhl ebenso geübt wie das richtige Verhalten im Bus und an der Bushaltestelle.

Zudem ist sie Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Wohnberater des Landkreises und organisiert entsprechende Fortbildungen.


Seniorenfrühstück

Zum beliebten Treffpunkt für die ältere Generation in der nördlichen Wesermarsch hat sich das Seniorenfrühstück entwickelt, dass vor der Corona-Pandemie immer am ersten Freitag im Monat im Mehrgenerationenhaus Nordenham angeboten wurde. Auch hier ist die Wiederaufnahme der Termine in Vorbereitung.


Ehrenamtliche Seniorenbegleiter

Für Menschen, die sich für die ältere Generation engagieren möchten, bietet der Seniorenstützpunkt in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule (KVHS) Wesermarsch eine kostenlose Schulung zum ehrenamtlichen Seniorenbegleiter an. Durch den Seniorenstützpunkt findet dabei eine intensive Begleitung der freiwilligen Helfer statt. Durch die Schulung konnten allein in Nordenham im vergangenen Jahr 20 neue ehrenamtliche Seniorenbegleiter gewonnen werden. Auch in der südlichen Wesermarsch läuft die Duo-Schulung erfolgreich.

Darüber hinaus steht Susanne Meyer-Klein zweimal im Monat im Büro Lemwerder – an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 11 bis 12.30 Uhr – Interessierten als Ansprechpartnerin zur Verfügung.


Kontakt

Der Pflegestützpunkt ist unter Telefon 04401-927 633 und 04401-927 621 sowie per Mail an ilse.lochau@lkbra.de und gudrun.hobbie@lkbra.de zu erreichen.

Der Seniorenstützpunkt ist unter Telefon 04401-927 623 sowie per Mail an susanne.meyer-klein@lkbra.de zu erreichen.

 

 


 

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