Bevölkerungsprognose

Kleinräumige Bevölkerungsprognose Wesermarsch 2030

Konzeptionen für Planungen der Daseinsvorsorge, die den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen, können nur dann passgenau sein, wenn sie die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigen – und zwar möglichst kleinräumig. Im Rahmen des BMVI-Modellvorhabens wurden erstmalig für das Kreisgebiet Bevölkerungsdaten nach einheitlichen Kriterien in kleinräumig begrenzten Einheiten erfasst, mit denen eine Prognose bis 2030 erstellt werden konnte.

Die Aufgabe war insbesondere aufgrund der Heterogenität der Raumstrukturen von dicht besiedelten Kleinstadtkernen über die flächig ausgeprägten Landgemeinden bis hin zu historisch gewachsenen Ortsteilen und Bauerschaften nicht leicht zu bewältigen.

Der Bericht zur Kleinräumigen Bevölkerungsprognose erläutert, in welchem Maße die Einwohnerzahlen in den einzelnen Kommunen der Wesermarsch zu- oder abnehmen werden und wie sich die Altersstrukturen verschieben. Dabei handelt es sich um Annahmen, die aufgrund des gewählten Prognosemodells errechnet worden sind. Dennoch lassen sich trotz aller Unwägbarkeiten der tatsächlichen zukünftigen Entwicklung zukunftsweisende Tendenzen ableiten, die hilfreich für die übergeordnete Verkehrsplanung oder die Abschätzung der Notwendigkeit von Versorgungseinrichtungen sein werden. Zum Beispiel wird in Gegenden, in denen der Anteil älter Menschen sehr hoch ist, der Bedarf an Einrichtungen der ärztlichen oder pflegerischen Versorgung größer sein als in Teilregionen mit vielen jungen Leuten.

Im Rahmen des Modellvorhabens „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ diente die Kleinräumige Bevölkerungsprognose als Grundlage für die Erarbeitung des raumspezifischen Kooperations- und Mobilitätskonzeptes. Zusammen mit Erhebungen der Daseinsvorsorgeeinrichtungen, die den räumlichen Clustern aus der Bevölkerungsprognose folgt, konnte eine Kooperationsraumkarte erstellt werden. Diese zeigt – auch unter Berücksichtigung von Pendlerbewegungen – welche Raumeinheiten eine große Schnittmenge an Mobilitäts- und Versorgungsbeziehungen haben. Die Kooperationsraum-Analyse deckt sich weitgehend mit den Gebietszuschnitten der Gemeinden in der Wesermarsch.

Die im Modellvorhaben ermittelten Kooperationsräume ergänzen das Zentrale-Orte-Konzept aus der Raumordnung. Für die Orte der Wesermarsch ergibt sich eine große Übereinstimmung der darin ausgewiesenen Mittel- und Grundzentren.

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