Versorgung

Grundversorgung in der Wesermarsch

Ein wichtiger Baustein der langfristigen Daseinsvorsorge ist die Versorgung mit Dingen des alltäglichen oder periodisch wiederkehrenden Bedarfs: Lebensmittel, Hygieneartikel, Geld, Kommunikationsdienstleistungen, (Schul-)Bildung sowie grundlegende Gesundheitsleistungen und Medikamente. Analysen haben gezeigt, dass die Anzahl der Versorgungseinrichtungen der Wesermarsch ausreichend ist. Die Zahl von Ärzten und Apotheken entspricht dem regulären Verteilungsschlüssel. Lebensmittelläden gibt es in verschiedener Ausprägung in großer Zahl, wodurch die Verkaufsfläche pro Einwohner überdurchschnittlich ist. Allerdings ballen sich viele Einrichtungen entlang der Siedlungsachse an der Weser, was bei dazu führen kann, dass es „gefühlt“ zu wenig davon gibt.

Das Problem der Modellregion Wesermarsch ist demnach nicht ihre zahlenmäßige Ausstattung mit Versorgungseinrichtungen, sondern – sofern man nicht nahe Brake oder Nordenham lebt – der Weg zu ihnen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass drei nahe gelegene Großstädte (Bremen, Bremerhaven, Oldenburg) als Oberzentren eine Vielzahl spezifischer Versorgungsangebote (Fachgeschäfte, Fachärzte) bereithalten, deren Vorhaltung in einem peripheren ländlichen Raum weniger wirtschaftlich ist. Somit legt die Wesermarsch innerhalb des Modellvorhabens „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ ihren Schwerpunkt auf die Verbesserung der Mobilität (das sogenannte „People-to-Service“-Prinzip).