Neuartiges Coronavirus: Bürgerinformation


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Aktuell: Appelle des Landrates

22.05.20: Zahl der Corona-Erkrankungen in der Wesermarsch gehen stark nach oben

Appell des Landrates:

In der gemeinsamen Pressemitteilung mit der Polizeiinspektion für die Regionen Delmenhorst, Oldenburg- Land und Wesermarsch vom 18.05. im Vorfeld des Christi Himmelfahrt-Feiertages konnte man für die Wesermarsch noch ziemlich beruhigt auf eine lange Zeit von über 3 Wochen ohne neue Corona-Erkrankungen in der Wesermarsch zurückblicken.

Diese Situation hat sich bereits seit Dienstag verändert und nimmt scheinbar an Dynamik zu. Stieg die Zahl der Erkrankten in der Wesermarsch von Dienstag über 3 Tage auf insgesamt 55 an, so sind aktuell auf einmal 5 weitere Erkrankungsfälle zu verzeichnen im Umfeld eines Erkrankungsfalles in Lemwerder. Es steht zu befürchten, dass noch weitere Erkrankungsfälle im Umfeld eines Erkrankungsfalles in Berne hinzukommen könnten.

Dies ist Anlass genug für Landrat Thomas Brückmann für eindeutige Worte der Warnung:

„Die jüngste Entwicklung zeigt leider, dass wir die Corona-Pandemie bei weitem noch nicht ad acta legen können. Die vermeintliche Sicherheit vor Neuerkrankungen in der Wesermarsch war trügerisch. Liebe Bürgerinnen und Bürger, bitte nehmen Sie diese Pandemie nicht auf die leichte Schulter.

Halten Sie sich auch weiterhin an die geltenden Vorgaben, nämlich Vermeidung von Kontakten zu mehr als einem zweiten Haushalt. Halten Sie bitte nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch bei allen anderen Gelegenheiten, die Abstandsvorgaben von minimal 1,5 m unbedingt ein. Das persönliche Umfeld bei Zusammenkünften, Feiern, Grillabenden, Radtouren etc. schützt nicht vor einer Ansteckung. Niemand möchte, dass die Neuerkrankungszahlen in der Wesermarsch eine Zahl erreichen, die nach den neuesten definierten Limits für Neuerkrankungen dazu führen könnten, dass sich die Beschränkungslage für die Bürgerinnen und Bürger in der Wesermarsch wieder verschärft. Seien Sie solidarisch und nicht leichtsinnig.

Ich kann die Versuchung zwar verstehen, möglichst schnell zum Altgewohnten zurückkehren zu wollen; und die Maßnahmen schränken die persönliche Freiheit ein, sind aber z.Zt. unverzichtbar und wiegen höher als das Einzelinteresse.

Das Pfingstwochenende ist der Härtetest, der den Weg der Restriktionen in der Wesermarsch in die eine oder andere Richtung lenken kann.“

 

Durch die neu vom Gesundheitsamt des Landkreises Wesermarsch labortechnisch bestätigten covid19-Fälle in der Wesermarsch stellt sich die Zahl der Corona-Erkrankten aktuell wie folgt dar:


Aufteilung labordiagnostisch bestätigte Corona-Fälle nach Kommunen:

  • 12  Fälle in Brake 
  •  8  Fälle in Elsfleth
  •  3  Fälle in Nordenham
  • 14  Fälle in Berne 
  •  3  Fälle in Butjadingen
  •  5  Fälle in Jade  
  •  8  Fälle in Lemwerder  (+ 5)
  •  3  Fälle in Ovelgönne 
  •  4  Fälle in Stadland

Erkrankungsfälle gesamt: 60


 Aufteilung Genesene nach Kommunen:

  • 12  Fälle in Brake   
  •   7  Fälle in Elsfleth 
  •   3  Fälle in Nordenham
  • 13  Fälle in Berne    
  •   3  Fälle in Butjadingen
  •   5  Fälle in Jade 
  •   2  Fälle in Lemwerder
  •   3  Fälle in Ovelgönne 
  •   4  Fälle in Stadland 

Genesen:  51  


  Todesfälle:  1


 

 

24.04.20: Stellungnahme des Landrates zur Maskenpflicht

Stellungnahme von Landrat Thomas Brückmann zur aktuellen Corona-Situation in der Wesermarsch und zur Maskenpflicht in Niedersachsen:

„Es ist eine gute Nachricht, dass aktuell keine nachgewiesenen Corona-Erkrankungsfälle für die Wesermarsch mehr vorliegen. Gleichzeitig warne ich aber vor verfrühter Euphorie und Vernachlässigung der Schutzmaßnahmen. Denn: Die Tatsache, dass wir seit Tagen keine Neuinfektionen haben, ist zum einen ein Verdienst der Einschränkungs- und Schutzmaßnahmen vonseiten der Behörden und zum anderen dem umsichtigen Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken. In dem Moment, wo wir unsere Vorsicht vernachlässigen, laufen wir Gefahr, dass die Infektionszahlen wieder steigen, denn das Virus ist schließlich noch längst nicht aus der Welt und es gibt bekanntlich eine Dunkelziffer bei den Infektionszahlen.

Vor diesem Hintergrund macht auch die von allen Bundesländern beschlossene so genannte „Maskenpflicht“ Sinn. Aber: Richtige Schutzmasken sind weltweit nach wie vor Mangelware und sollten somit ausschließlich dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten benötigt werden: In der medizinischen Versorgung der Patienten sowie in der Pflege. Was von den Ländern verabschiedet wurde, ist eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung. Dieses kann ebenso mit einem Schal geschehen oder besser noch mit einer selbst genähten Maske.

Experten weisen immer wieder darauf hin, dass Masken weniger dem Selbstschutz als vielmehr dem Schutz der Mitmenschen dienen. In dem Moment, wo wir aber alle in der Öffentlichkeit einen entsprechenden Mund-Nasen-Schutz tragen, sind wir alle besser geschützt als ohne entsprechende „Maske“. Ich finde, dieses ist eine sinnvolle und notwendige Maßnahme, damit der Spagat zwischen „Lockerung der Einschränkungen“ auf der einen und „Verhinderung der Ausbreitung des Virus“ auf der anderen Seite gelingen kann. Denn eines ist klar: Letztlich werden wir mit dem Virus so lange leben müssen, bis ein Impfstoff gefunden und für die weltweite Bevölkerung verfügbar ist. Und noch eines ist sicher: Der effektivste Schutz vor dem Virus ist und bleibt das Einhalten von Abstand. Dieses sollte weiterhin oberstes Gebot sein. Die Schutzmaske ist somit vielmehr als Sicherheitsnetz zu verstehen, das immer dann zum Tragen kommt, wenn das Einhalten von Abstand schwierig wird.

Zusammengefasste, wichtige Inhalte der Verordnung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung:
Die Verordnung zur Änderung der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus sieht – geltend ab Montag, 27. April 2020 – eine 

Mund-Nase-Bedeckung beim Besuch von Einrichtungen des Gesundheitswesens ebenso wie bei Einzelhandelsgeschäften und den übrigen geöffneten Läden sowie bei Fahrgästen in Verkehrsmitteln des Personenverkehrs und den entsprechenden Einrichtungen vor. Ausgenommen sind Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sowie Personen, denen das Tragen einer entsprechenden Mund-Nasen-Bedeckung wegen des Gesundheitszustandes nicht zuzumuten ist.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist laut Landesverordnung „jede textile Barriere, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie; geeignet sind auch Schals,Tücher, Buffs, aus Baumwolle oder anderem geeignetem Material selbst hergestellte Masken oder Ähnliches“.

Zu tragen ist die Maske gemäß der Nds Verordnung in Verkaufsstellen des Lebensmittelhandels, in Verkaufsstellen und Geschäften mit nicht mehr als 800 Quadratmetern tatsächlich genutzter Verkaufsfläche sowie in den weiteren in der Verordnung aufgeführten Geschäften wie beispielsweise Baumärkten, Tankstellen, Kraftfahrzeug- oder Fahrrad-Werkstätten sowie Waschsalons.

Ausdrücklich ausgenommen sind von dieser Regelung Banken, Sparkassen und Geldautomaten.

Diese Verordnung des Landes Niedersachsen wird übrigens auch auf der Homepage des Landkreises Wesermarsch (siehe Allgemeinverfügungen und Verordnungen) veröffentlicht. 

Frisöre:
Frisörinnen und Frisöre können ab dem 4. Mai wieder öffnen. In Artikel 2 der neuen Verordnung ist geregelt, dass sie Dienstleistungen unter Beachtung von Hygieneregeln erbringen dürfen, wenn ein Abstand zwischen den Kundinnen und Kunden von mindestens 1,5 Metern gewährleistet ist, die Frisörin oder der Frisör bei der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt und nach jeder Kundin und jedem Kunden eine Händedesinfektion durchführt. Auch hat eine lückenlose Dokumentation der Kundentermine zwingend zu erfolgen.

07.04.20:Landrat appelliert an die Einhaltung der Verfügungen während des Osterfestes

Der Landkreis Wesermarsch hat am Montag eine Allgemeinverfügung zu Betretungsverboten in der Gemeinde Butjadingen veröffentlicht. Die Verfügung untersagt das Betreten und Befahren von touristisch besonders frequentierten öffentlichen Plätzen in der Gemeinde Butjadingen.

Dadurch sollen insbesondere touristische Ausflüge oder Reisen zu privaten Zwecken vermieden werden.


Auch für die Stadt Elsfleth sind entsprechende Betretungsverbote in Vorbereitung, die voraussichtlich am morgigen Dienstag in Form einer Erweiterung der Allgemeinverfügung veröffentlicht werden.

Landrat Thomas Brückmann appelliert im Vorfeld des Osterfestes an alle Bürgerinnen und Bürger in der Wesermarsch, auch während der Osterfeiertage auf Ausflüge – nicht nur an die Küste – zu verzichten: „Trotz des Osterfestes mit womöglich bestem Frühlingswetter, rufe ich alle Einwohnerinnen und Einwohner der Wesermarsch dazu auf, an Ostern zu Hause zu bleiben.“ Brückmann weiter: „Mir ist bewusst, wie schwer diese Einschränkungen allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern fallen. Und wenn es nicht zwingend notwendig wäre, würden Bund, Land und Kommunen auch nicht diese Zurückhaltung jedes Einzelnen einfordern. Doch das Virus macht vor Feiertagen keinen Halt und alle bisher getroffenen Maßnahmen und daraus resultierenden Erfolge, die wir gemeinschaftlich erzielt haben, wären womöglich vergebens, wenn an Ostern durch Touristen und Tagestouristen an der Küste die Infektionszahlen wieder nach oben schnellen würden.“ Brückmann weiter: „Ich mag mir gar nicht vorstellen, welche negativen Auswirkungen Nachlässigkeiten der Bevölkerung an den Feiertagen auf die Gesundheit älterer und vorerkrankter Menschen und somit auch auf die Belastbarkeit unseres Gesundheitssystems haben könnten.“

In diesem Zusammenhang sei das in der Allgemeinverfügung des Landkreises Wesermarsch geregelte Betretungsverbot für bestimmte Zielorte in der Gemeinde Butjadingen alternativlos. Brückmann: „Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat ihre sozialen Kontakte auf das Notwendigste reduziert und hält sich sehr diszipliniert an die übergeordneten Verordnungen des Landes Niedersachsen sowie die ergänzenden Allgemeinverfügungen des Landkreises.“ Allerdings gebe es in der Bevölkerung auch immer noch eine Minderheit, die die bestehenden Regelungen missachtet. Brückmann: „Mit der neuerlichen Allgemeinverfügung besteht ein rechtlicher Rahmen, auf dessen Basis Polizei und Ordnungsamt gemeinschaftlich die Einhaltung der Regelungen vor Ort überwachen werden.“ Je nach Verstoß, ist mit Bußgeldern und Strafen zu rechnen.

Der Landrat rät abschließend allen Bürgerinnen und Bürgern, sich im Zweifelsfall vorab bei den Behörden über aktuelle Regelungen zu informieren und sein Wissen nicht ungeprüft über Facebook, Twitter und Co zu beziehen. Brückmann dazu: „Der Landkreis hat heute einzelne Allgemeinverfügungen aufgehoben, da das Land Niedersachsen in diesen Bereichen inzwischen eine niedersachsenweit geltende, noch weitreichendere Verordnung erlassen hat. Dadurch sind bestimmte Allgemeinverfügungen der Landkreise hinfällig geworden und entsprechend aufzuheben. Veranstaltungen beispielsweise sind jetzt durch die Verordnung des Landes untersagt. Auf Facebook war aber gleich zu lesen, Großveranstaltung seien wieder erlaubt, was natürlich keinerlei Wahrheitsgehalt hat. Also: Bitte lesen Sie im Zweifelsfall die einzelnen Verfügungen und Verordnungen, die auch allesamt auf der Homepage des Landkreises Wesermarsch eingestellt sind. Hier finden Sie zudem die Bürgertelefone des Landes sowie des Landkreises, die ebenfalls gerne für Auskünfte zur Verfügung stehen.“

Der Landrat abschließend: „Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern ein frohes Osterfest auch unter den erschwerten Bedingungen.“

 

03.04.20: Statement der Landräte zur Wiedereröffnung von Baumärkten

Mit Skepsis kommentieren die Landräte Sven Ambrosy (Friesland), Thomas Brückmann (Wesermarsch) und Holger Heymann (Wittmund) sowie Oberbürgermeister Carsten Feist aus Wilhelmshaven die Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung, Bau- und Gartenmärkte zum jetzigen Zeitpunkt wieder für Privatkunden zu öffnen.

In der Begründung dieser Entscheidung verweist das Land darauf, dass es zu verstärkten Kundenströmen aus Niedersachsen nach Hamburg und Bremen gekommen sei, wo entsprechende Märkte noch für Privatkunden zugänglich seien.

Diese Begründung sei in Zeiten weiter steigender Infektionszahlen und einer bundesweit bis zum 19. April verlängerten Kontaktreduzierung nicht nachzuvollziehen. Der Gesundheitsschutz lasse sich nur mit konsequenter Kontaktvermeidung realisieren. Da sei die Öffnung der Bau- und Gartenmärkte mit jahreszeitlicher hoher Publikumsattraktivität ein falsches Signal. Die Behördenchefs betonen unisono: „Die Menschen haben sich doch in den letzten Tagen zunehmend mit der Situation arrangiert, sich verantwortungsvoll verhalten und Abstand gehalten.“ Man setze daher weiter auf die Einsichtsfähigkeit der Menschen in der Jade-Bay-Region. „Die Menschen wollen sich und ihre Mitmenschen schützen und insofern appellieren wir eindringlich: Bitte bleiben Sie zu Hause und bestellen Ihre wirklich dringend benötigten Waren online mit Lieferservice - am besten lokal oder regional“.

27.03.20: Notbedarfe an Material im Rahmen der Corona-Krise zentral über den Landkreis

Weltweit breitet sich derzeit das Corona-Virus rasant aus. Dieses kann dazu führen, dass selbst das deutsche Gesundheitssystem, welches zu den besten der Welt zählt, in den nächsten Wochen und Monaten möglicherweise an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gerät.

Der Landkreis hat sich seit Beginn der Corona-Krise intensiv mit verschiedenen Stellen im Gesundheitswesen, insbesondere den niedergelassenen Ärzten, Notärzten, Hilfsorganisationen und den Kliniken über Maßnahmen ausgetauscht, um mögliche Lösungen für steigende Anforderungen abzustimmen. Hierbei wurde deutlich, dass bei anwachsenden Krankheitszahlen neben den Fachkräften zur Betreuung und Versorgung der Menschen (siehe Pressemitteilung des Landkreises Wesermarsch vom 26.03.2020) vor allem der zusätzliche Bedarf an immer knapper werdender Schutzausrüstung in medizinischen Einrichtungen zum Problem werden kann. Daher organisiert der Landkreis Wesermarsch nunmehr federführend auf unterschiedlichen Ebenen für die betroffenen Stellen eine entsprechende Materialbeschaffung und -verteilung.

Zunächst hat der Landkreis beim Logistik Zentrum Niedersachen (LZN) Material für den Krisenstab bestellt, welches insbesondere für die Einsatzkräfte in den Kommunen vorgesehen war. Aufgrund der aktuellen Materialverknappung konnte diese Bestellung nicht erfüllt werden, sodass die Schutzausrüstung auf dem freien Markt gekauft und an die Städte und Gemeinden verteilt wurde.

Weiterhin hat der Landkreis heute bei allen betroffenen Stellen, insbesondere den Kassenärzten, Kliniken und sonstigen medizinischen und sozialen Einrichtungen den Bedarf an benannter Ausrüstung abgefragt. Hintergrund ist die Möglichkeit, besonders begründete Notbedarfe dieser Einrichtungen über den Landkreis als Katastrophenschutzbehörde gebündelt in Form eines Amtshilfeersuchens an das Land Niedersachsen zu geben. Nach Eingang der dringend benötigten Materialanfragen wird diese an das Land geleitet. Sollte der Landkreis Material erhalten, würde dieses wiederum zentral an die Stellen abgegeben werden, die es dann am dringendsten benötigen. Voraussichtlich kann nicht der volle Umfang der Bedarfsabfrage geliefert werden. Sollte eine medizinische oder soziale Einrichtung nicht kontaktiert worden sein, besteht die Möglichkeit, über die unten genannte Mailadresse, ebenfalls noch Bedarfe anzumelden. Eine Garantie dafür, dass der Landkreis tatsächlich das angeforderte Material erhält und entsprechend weitergeben kann, besteht nicht.

Um bis zu einer möglichen Lieferung auf Grundlage des beabsichtigten Amtshilfeersuchens bereits Material in kleineren Mengen abgeben zu können, bestellt der Landkreis weiteres Material auf dem freien Markt.

In diesem Zusammenhang appelliert der Landkreis an alle Unternehmen innerhalb der Wesermarsch ungenutzte Lagerbestände, die medizinischen Einrichtungen in der Wesermarsch zur Verfügung gestellt werden können, per Mail an med-schutzbedarf@lkbra.de zu melden. Zu medizinischer Schutzkleidung gehören insbesondere FFP2-Masken, FFP3-Masken, Schutzbrillen, Schutzanzüge, Schutzkittel, Einmalhandschuhe, Schuhüberzieher, Handdesinfektion und Flächendesinfektion.

„Wir brauchen Sie, bitte unterstützen Sie uns dabei, die Corona-Krise zu bewältigen“, ruft Landrat Thomas Brückmann alle Handwerks- und Industriebetriebe sowie sonstigen Unternehmen aus der Wesermarsch auf, ihre Bestände zu prüfen und vorhandene (derzeit nicht benötigte) medizinische Schutzkleidung den medizinischen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Der Landkreis wird die Verteilung der unter der oben genannten Adresse gemeldeten Schutzausrüstung innerhalb des Kreisgebietes zentral organisieren. 

26.03.20: Landrat bitte freiwillige Helfer um Registrierung

Landkreis und Deutsches Rotes Kreuz richten gemeinsame Datenbank ein.

 „Liebe Bürgerinnen und Bürger, wir haben es mit einer ernstzunehmenden Situation zu tun, die wir alle in dieser Form bisher noch nicht erlebt haben.

In dieser schwierigen Zeit ist es wichtiger denn je, auf seine Mitmenschen Rücksicht zu nehmen“, richtet sich Landrat Thomas Brückmann an die Einwohnerinnen und Einwohner der Wesermarsch. Diese Rücksichtnahme kann auf verschiedene Weise erfolgen. In erster Linie sind soziale Kontakte einzuschränken, Hygiene-Richtlinien im täglichen Leben einzuhalten und die räumliche Distanz zu den Mitmenschen zu wahren, um die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Darüber hinaus – und dieser Appell spricht alle freiwilligen Helferinnen und Helfer mit Kenntnissen aus den Bereichen medizinische Versorgung und Pflege an – richtet der Landkreis für einen möglichen Einsatz in stationären und ambulanten Einrichtungen eine zentrale Meldestelle für Pflegefachpersonen und Hilfskräfte in der Wesermarsch ein.

Die Idee dahinter: Sollte das Gesundheitssystem in den nächsten Wochen und Monaten möglicherweise an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommen, wird jede Hilfe gebraucht. Deshalb soll schon jetzt ein Verzeichnis von Personen aufgestellt werden, die in der Pflege aushelfen oder wichtige Hilfstätigkeiten übernehmen könnten. Thomas Brückmann bringt es auf den Punkt: „Sollte sich die Lage dramatisch zuspitzen, können auf diesem Wege zusätzliche Helferinnen und Helfer zeitnah kontaktiert werden. Wichtig hierbei ist es, für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein und nicht erst zu reagieren, wenn der Fall bereits eingetreten ist.“

Der Landkreis hat sich seit Beginn der Corona-Krise intensiv mit verschiedenen Stellen im Gesundheitswesen, insbesondere den niedergelassenen Ärzten, Notärzten, Hilfsorganisationen und den Kliniken über Maßnahmen ausgetauscht, um mögliche Lösungen für steigende Anforderungen abzustimmen. Hierbei wurde deutlich, dass neben dem zusätzlichen Bedarf an immer knapper werdenden Materialen zum Gesundheitsschutz bei steigenden Krankheitszahlen die Fachkräfte zur Betreuung und Versorgung der Menschen die wichtigste Komponente sein werden.

„Wir brauchen Sie, bitte unterstützen Sie uns dabei, die Corona-Krise zu bewältigen“, ruft der Landrat die Bürgerinnen und Bürger aus der Wesermarsch mit entsprechenden Kenntnissen und Qualifikationen auf, sich registrieren zu lassen. Dieses können beispielsweise Mitmenschen sein, die in der Vergangenheit bereits im medizinischen Sektor oder in der stationären wie ambulanten Pflege gearbeitet haben. Auch Medizinstudenten sind angesprochen. Die Sorgen des Landrates sind derweil nicht unbegründet, geht doch das Land Niedersachsen selbst davon aus, dass die Anzahl der coronabedingten schweren Krankheitsverläufe in den nächsten Wochen beträchtlich ansteigen wird.

Erfasst und gesammelt werden die freiwilligen Helfer über das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

Die Online-Erfassung ist auf der Startseite der Homepage des DRK zu finden. Außerdem finden Sie auch auf unserer Homepage das Symbol, das direkt zur Registrierungsseite des Deutschen Roten Kreuzes verlinkt.

Für eine telefonische Registrierung (in Ausnahmefällen) steht die Geschäftsstelle des DRK Kreisverband Wesermarsch e.V. montags bis donnerstags von 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr und freitags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr unter der Rufnummer 04731/ 26919-0 zur Verfügung.

Wesentliche Kriterien sind dabei unter anderem die vorhandenen pflegefachlichen Qualifikationen, berufliche Vorerfahrung, das regionale Einsatzgebiet, Mobilität und das Alter. Das Freiwilligenregister dient ausschließlich dazu, bei Bedarf zusätzliche personelle Ressourcen verfügbar zu haben. Es besteht keine Verpflichtung, aber auch keine Garantie für einen späteren Einsatz. Die Daten werden nach der Krise umgehend gelöscht.

20.03.20: „Rücksicht nehmen und soziale Kontakte vermeiden“

Appell von Landrat Thomas Brückmann an die Bevölkerung.

Landrat Thomas Brückmann richtet seinen Appell direkt an die Einwohner der Wesermarsch:

„Liebe Bürgerinnen und Bürger, wir haben es mit einer ernstzunehmenden Situation zu tun, die wir alle in dieser Form bisher noch nicht erlebt haben.

Daher bitte ich Sie eindringlich: Befolgen Sie die Allgemeinverfügungen des Landkreises sowie die Hinweise von Experten, beispielsweise aus dem Robert Koch-Institut. Nehmen Sie Rücksicht auf die Risikogruppen, die älteren und vorerkrankten Menschen unserer Gesellschaft, vermeiden Sie soziale Kontakte und beschränken Sie sich beim Verlassen Ihres Hauses auf das Notwendigste: den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen.“

Der Landrat weiter:
„Die Situation ist ernst. Im Umgang mit der Pandemie ist Besonnenheit, Umsicht und Vernunft gefragt – Hysterie ist ebenso fehl am Platz wie Leichtfertigkeit.“ Damit spricht der Landrat sowohl die Problematik der Hamsterkäufe an, wie auch die nicht nachvollziehbare Unachtsamkeit bis hin zur Ignoranz in Teilen der Bevölkerung, die in so genannten Corona-Partys gipfelt. „Ein derartiges Verhalten, das letztlich das Leben der Schwächsten unserer Gesellschaft gefährdet, ist nicht zu akzeptieren“, findet der Landrat klare Worte.

Ein gesundes Maß an Angst und Respekt vor dem Virus sei angebracht, Panik aber der falsche Weg, so Brückmann weiter. Die Sorge, dass wiederum die staatlichen Strukturen gefährdet sind, ist derweil unbegründet: „Der Betrieb der Kreisverwaltung sowie der weiteren Behörden läuft fort – wenn auch anders als gewohnt.“ Damit spielt Thomas Brückmann auf die bekanntgegebenen Regelungen der Kreisverwaltung an – allen voran der eingeschränkte Publikumsverkehr im Kreishaus sowie in den Außenstellen.

Und noch eines liegt dem Landrat am Herzen: „Mein größter Respekt und Dank gilt allen Mitmenschen, die die Corona-Krise hautnah erleben müssen und nicht die Möglichkeit haben, soziale Kontakte zu unterlassen - als Pfleger/in im Krankenhaus oder Altenheim, als Arzt/Ärztin, als Rettungssanitäter/in, als Polizist/in oder als Kassierer/in im Supermarkt - um nur einige exemplarisch zu nennen. Ihnen allen danke ich ganz besonders für Ihren Einsatz, denn Sie alle kümmern sich um die Hilfsbedürftigen und stellen die Versorgung unserer ganzen Gesellschaft sicher.“


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Landkreis Wesermarsch
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Rönnelstraße 10
26919 Brake


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Telefax:  04401 4285
E-Mail:    volker.blohm@lkbra.de


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