Sachschäden in den Schulen


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Der kommunale Schadensausgleich Hannover (kurz KSA) ist eine Einrichtung für gemeinsamen Schadenausgleich im Umlageverfahren. Die kostengünstige Idee einer gemeinschaftlichen Risikoabsicherung für Kommunen, Kommunalverbände und kommunale Unternehmen nach § 3 Abs. 1 Nr. 4 Versicherungsaufsichtsgesetz.

Auszug aus dem KSA Merkblatt über Ersatzleistungen für Sachschäden der Schülerinnen und Schüler.

  1.    Grundsätzliches

Im Zusammenhang mit dem Schulbesuch besteht Deckungsschutz für das Abhandenkommen und die Beschädigung von Kleidungsstücken, Fahrrädern, Brillen und zum Schulbetrieb usw. bestimmten Sachen, soweit der Schaden nicht auf grobe Fahrlässigkeit der/des Geschädigten zurückzuführen ist. Die Entschädigung für den einzelnen Gegenstand bemisst sich nach den Kosten einer schülergerechten Ausstattung. Für Fahrräder wird eine Entschädigung nur gewährt, wenn eine Benutzungserlaubnis der zuständigen Stelle vorliegt. Zubehörteile fallen unter den Deckungsschutz, soweit sie der Verkehrssicherheit dienen. Bei Verlust von Fahrrädern wird nur Ersatz geleistet, wenn sie mit einer Sperrvorrichtung (Schloss) gesichert waren.


A.
  Zum Schulgebrauch bestimmt ist eine Sache, die üblicherweise zum Schulbetrieb mitgeführt wird bzw. den Lernmitteln zuzuordnen ist oder auf Anforderung einer Lehrkraft zu Unterrichtszwecken mitgebracht wird. Hierzu zählen nicht die Gegenstände, die den persönlichen Bedürfnissen Rechnung tragen bzw. der aktiven Pausengestaltung dienen.

B.   Unter schülergerechter Ausstattung sind die Sachen zu verstehen, die in Art und Ausführung sowie im Wert üblicherweise von Schülerinnen und Schüler mitgeführt werden. Höherwertige Gegenstände unterfallen zwar grundsätzlich den Schutzsystem, werden im konkreten Schadenfall aber nur mit einem durchschnittlichem Wert berücksichtig oder im Einzelfall den Wertgegenständen zugeordnet, die nicht erstattungsfähig sind.

KRAFTFAHRZEUGE (z.B. Mofas, Motorräder und PKWs) sind auf Grund versicherungsrechtlicher Vorschriften nicht geschützt.

C.   Haftpflichtdeckungsschutz besteht grundsätzlich nicht.

Hiervon ausgenommen sind Haftpflichtansprüche, die von Dritten im Zusammenhang mit

  • dem Betriebspraktikum
  • der Betriebsbesichtigung
  • dem fachpraktischen Unterricht in außerschulischen Werkstätten
  • dem Betrieb von Schülerfirmen
  • gegen die von uns geschützten Personen geltend gemacht werden.

 

2. Fahrräder

A. Fahrräder sind in das Sachschadenschutzsystem mit einbezogen, wenn eine Fahrradbenutzungserlaubnis der zuständigen Stelle vorliegt und der Begriff einer „Zum Schulgebrauch bestimmte Sache“ erfüllt ist; d.h. dass einerseits die Entfernung zwischen Elternhaus und Schule den Einsatz eines Fahrrades rechtfertigt (Mindestentfernung von 1000m) und andererseits keine Berechtigung zur Schülerbeförderung (Busfahrkarte) vorliegt, denn sowohl Leistungen für Sachschäden als auch die Kosten der Schülerbeförderung werden aus Mitteln der öffentlichen Hand getragen. Werden in der Schülerbeförderung keine Kosten ausgelöst (z.B. bei eigenem Verzicht) kann der Schutz für das Fahrrad gewährleistet werden.

B. Verkehrssichere Zubehörteile sind Anbauteile, die nach der Straßenverkehrszulassungsordnung vorgeschrieben sind oder die Verkehrssicherheit sinnvoll erhöhen, wenn sie mit dem Fahrrad fest verbunden sind. Schäden an Tachometern, Fahrradcomputern oder Stecklichtern u.ä. werden dagegen nicht erstattet.

C. Bei Fahrraddiebstahl und Diebstahl festverbundender Zubehörteile sind Hausratsversicherer vorleistungspflichtig, sofern die Zusatzklausel „Fahrradrisiko“ vereinbart worden ist. Leistungen werden bei Fahrraddiebstahl nur gewährt, wenn
das Fahrrad mit einer verkehrsüblichen Sperrvorrichtung gesichert war (Schloss),
Anzeige bei der Polizei erstattet wurde, sowie
das Fundbüro bemüht wurde und
der Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft im Original dem Antrag
beigefügt bzw. nachgereicht wird.

 

3. Brillen
Im Hinblick auf die Nachrangigkeit der Ersatzleistungen sind bei Brillenschäden folgende vorleistungspflichtige Stellen zu prüfen und ggf. vorab in Anspruch nehmen zu lassen:

  • Gesetzliche Krankenkasse
  • Private Krankenversicherungen
  • Zuständiger Gemeinde-Unfallversicherungsverband

NICHT ausgleichsfähig sind Aufwendungen für das Abhandenkommen oder die Beschädigung von Wertsachen, Schmuck, Bargeld,sonstigen Zahlungsmitteln, Urkunden aller Art, Fahrtausweisen, Schlüsseln, Geldbörsen,Mobiltelefone und Unterhaltungselektronik.

 

Schäden an Schuleigentum, der Lehrkräfte und der Erziehungsberechtigen

Anmeldeverfahren

 

Der Fragebogen zur Anmeldung eines Sachschadens bzw. Diebstahls kann man in der Schule erhalten. Die Schule leitet diesen an entsprechender Stelle weiter.

Der Schaden/ Diebstahl ist unverzüglich zu melden.

Eine Verzichtserklärung für die Schülerbeförderung, so dass der Versicherungsschutz für das Fahrrad gewährleistet wird, finden Sie hier im Download Bereich.


Für Fragen bzgl. des KSA steht Ihnen Frau Schröder unter 04401 927 241 zur Verfügung.


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Landkreis Wesermarsch
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26919 Brake

Ansprechpartnerin:
Anika Schröder

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Telefon:   04401  927-241
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