Europäischer Meeres- und Fischereifonds


Rund 40 Expertinnen und Experten haben im Jahr 2015 im Rahmen einer aus Fischerei, Umweltschutz, Tourismus, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur „Zukunftskonferenz“ über die Entwicklung der Strategie 2015 - 2020 für das Fischwirtschaftsgebiet Niedersächsische Nordseeküste beraten. 

Die endgültige Version der Strategie wurde im Juni 2015 beschlossen und anschließend genehmigt.


Über das Fischwirtschaftsgebiet:


Das Fischwirtschaftsgebiet Niedersächsische Nordseeküste umfasst eine von Fischereihäfen geprägte Küstenregion zwischen Cuxhaven und der holländischen Grenze im Landkreis Leer mit ca. 200.000 Einwohnern. Europaweit werden Fischwirtschaftsgebiete gefördert und dabei aus Mitteln des Europäischen Meeres und Fischereifonds unterstützt. In Niedersachsen hat sich die Küstenregion mit der Stadt Cuxhaven, den Landkreisen Cuxhaven, Wesermarsch, Friesland, Wittmund, Aurich und Leer zusammengeschlossen. Basis dieses geografischen Zusammenschlusses sind in den Häfen registrierte Fischfangunternehmen. Inhaltliche Fragen und Prioritäten hinsichtlich der Gebietsentwicklung berät und entscheidet während des gesamten Förderzeitraumes die FLAG.

FLAG ist eine Abkürzung für den Begriff: Fisheries Local Action Group (lokale Fischerei Aktionsgruppe). Die Gruppe besteht aus Wirtschafts- und Sozialpartnern sowie Personen aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich. Alle Förderanträge werden in der FLAG inhaltlich bewertet und dahingehend über die Umsetzung entschieden. Bei positivem Votum bewertet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die formelle Förderfähigkeit und erstellt ggfls. einen Förderbescheid. Vorsitzender der FLAG ist Herr Marco Witthohn vom Landkreis Cuxhaven. Das Regionalmanagement der Gruppe hat Herr Frank Schnieder vom Landkreis Friesland übernommen.


Was kann in diesem Teil des EMFF gefördert werden?


Das Strategiepapier ist die Basis für die Weiterentwicklung des Fischwirtschaftsgebietes, das auch in der abgelaufenen Förderperiode 2007-2013 tätig war. Ca. 2 Mio. € an finanziellen Mitteln aus Brüssel stehen für Fördermaßnahmen bis 2020 zur Verfügung. Die Strategie wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz genehmigt; erste Förderanträge wurden noch in 2015 umgesetzt.

Über Förderprojekte ist es so möglich, die Bedeutung der Fischerei als Beruf oder in Verbindung mit dem Tourismus, dem Kulturerbe sowie der Gastronomie herausstellen und gewinnbringend für die Region einzusetzen. Insgesamt stehen dem Land Niedersachsen für die Förderung der Fischerei ca. 21 Mio. Euro aus dem EMFF zur Verfügung. Diese werden neben der Förderung des Fischwirtschaftsgebietes für die direkte Förderung der Fischerei oder Aquakultur sowie der Vermarktung und Infrastruktur eingesetzt.


Attraktive Förderbedingungen:


Der EMFF-Anteil an der Förderung von Maßnahmen im Fischwirtschaftsgebiet kann zukünftig bis zu 85 % betragen, der Anteil der nationalen öffentlichen Kofinanzierung 15 %. Für private Projekte stehen Landesmittel für die nationale Kofinanzierung zur Verfügung. Diese Rahmenbedingungen erleichtern die Finanzierung der Maßnahmen für öffentliche und private Antragsteller erheblich.


Beratung:


Neu in der laufenden Förderperiode im Bereich der Meeres- und Fischerwirtschaft ist die Ernennung eines Regionalmanagers. Dieser berät die Antragstellerin und Antragssteller und fungiert als Bindeglied zur Bewilligungsbehörde und der FLAG. Regionalmanager ist Herr Frank Schnieder vom Landkreis Friesland. Für weitere Fragen in Bezug auf den Meeres- und Fischereifonds ist Herr Schnieder der richtige Ansprechpartner.

Seine Kontaktdaten lauten:



 

 

 

Landkreis Wesermarsch
FD 91 - Einzelbetriebliche Förderung
Poggenburger Straße 15
26919 Brake


Ansprechpartner/-in:

Heino Pauka
Telefon 04401 927-493
Telefax 04401 92799-493
E-Mail: heino.pauka@lkbra.de